Herbert Weiß: Ordnen, fordern

Vor zwei Wochen habe ich mich in einem Kommentar (1) dem Lesen gewidmet und mich dabei auf den im „Spiegel“ erschienen Artikel „Lesen, ordnen, fordern“ bezogen. (2) Der Artikel beginnt mit der Aussage, „Geld und guter Wille allein reichen nicht, um Kindern an Brennpunktschulen bessere Zukunftschancen zu ermöglichen. Es braucht Struktur, klare Regeln […]“. Es … Mehr Herbert Weiß: Ordnen, fordern

Anerkennung

Ein schon lange im Ruhestand befindlicher hochrangiger Beamter sagte mir vor vielen Jahren, wenigen etwas zu geben erzeuge mehr Unmut als allen etwas wegzunehmen. Als junger Standesvertreter war ich über diese Aussage sehr verwundert. Heute nach vielen Jahren, ja Jahrzehnten als Gewerkschafter und Personalvertreter auf allen möglichen Ebenen weiß ich, dass er recht hat. Die … Mehr Anerkennung

Gudrun Pennitz: Egal ist es nicht!

Ab sofort ist dies mein Maßstab für einen Bildungsminister: „Österreich wäre nicht das fünftreichste Land der EU und weltweit die Nummer zehn oder elf, wenn es nicht tüchtige, gut ausgebildete Menschen hätte – und die kommen aus unserem Schulsystem.“ (1) „Ich bin in erster Linie den Lehrerinnen und Lehrern dankbar. Denn sie sind vor Ort. … Mehr Gudrun Pennitz: Egal ist es nicht!

Herbert Weiß: Zu viel Lob

„Ned gschimpft is globt gnua“ lautet ein Spruch, mit dem ich in meiner Jugend immer wieder konfrontiert wurde. Inzwischen haben sich die Zeiten gewandelt. Uns LehrerInnen wird von Politik und Medien immer wieder vorgeworfen, unsere SchülerInnen zu wenig zu loben. Bei kaum einer Fortbildung werden wir nicht mit der Forderung konfrontiert, unseren SchülerInnen viel öfter … Mehr Herbert Weiß: Zu viel Lob

Herbert Weiß: Sichtbarer Unsinn

Als geradezu skurril empfinde ich, welche Retro-Ansichten im Schatten der Coronakrise von manch altbekannten Meistern aufgewärmt werden. So wettert etwa Ferdinand Eder (1) im „Standard“ mit den Worten „Da wird der Unsinn sichtbar“ über die Leistungsbeurteilung. Wilhelm Weinhäupl, Leiter des Montessori-Vereins Salzburg, bezeichnet die SchülerInnen sogar als „Opfer eines falschen Leistungsbegriffs„. (2) Manch arme ZeitgenossInnen … Mehr Herbert Weiß: Sichtbarer Unsinn

Gudrun Pennitz: Die Stunde der BildungsentsorgerInnen

Während das „Corona-Semester“ hierzulande mehr oder weniger erfolgreich zu Ende gebracht wird, taucht am schulischen Horizont ein zarter Hoffnungsschimmer auf. Ab Herbst, so wünschen es sich sicher nicht nur wir LehrerInnen, möge ein halbwegs normaler Unterrichtsalltag wieder Einzug halten an den Schulen. In Deutschland glauben währenddessen altbekannte BildungsentsorgerInnen, ihre Stunde sei gekommen. Sie nützen die … Mehr Gudrun Pennitz: Die Stunde der BildungsentsorgerInnen

Gudrun Pennitz: Hauptsache, er kommt durch!

Wir hätten PISA gar nicht dazu gebraucht, um das zu wissen. Und doch ist es gut, dass es auch die weltweit meistbeachtete Studie zur Schule bestätigt. Einer der wichtigsten Faktoren im Zusammenhang mit Erfolg und Leistung ist die Motivation, der Wille, etwas zu erreichen: „One of the most important factors related to achievement, both in … Mehr Gudrun Pennitz: Hauptsache, er kommt durch!

Gudrun Pennitz: Je größer die Angst, desto besser die PISA-Leistung

Ich galt als gute Schülerin, und dennoch war Angst mein beständiger Wegbegleiter durch die Schulzeit. Meine MitschülerInnen und ich hatten Angst vor den Launen einzelner Lehrkräfte, Angst vor schlechten Noten, Angst, nicht genug gelernt zu haben. Eigenartigerweise funktionierte diese Angst gleichzeitig auch als mein Antriebsmotor. Ich arrangierte mich mit ihr, denn sie war normal. Googelt … Mehr Gudrun Pennitz: Je größer die Angst, desto besser die PISA-Leistung

Gerhard Riegler: Freude an der Leistung

„Was ihre schulische Leistung betrifft, werden Kinder heute oft überfordert. Zugleich werden sie im Alltag unterfordert, indem ihnen möglichst wenig zugemutet und zu wenig zugetraut wird.“ (1) Dieser Befund der „Neuen Zürcher Zeitung“ deckt sich wohl mit den Erfahrungen vieler LehrerInnen. Der Kinder- und Jugendpsychotherapeut Allan Guggenbühl mahnt, „dass Jugendliche in einem Zustand der Infantilität … Mehr Gerhard Riegler: Freude an der Leistung

Gerhard Riegler: Allen Menschen recht getan…

Wer die mediale Berichterstattung der letzten Wochen verfolgte, kam aus dem Staunen nicht mehr heraus, im positiven wie im negativen Sinn. Positiv überraschte mich, wie oft das vormalige Tabu-Wort „Leistung“ im Zusammenhang mit Schule verwendet wurde. Haben uns die Berichte über die griechische Finanztragödie drastisch genug vor Augen geführt, dass wir uns unseren Lebensstil ohne … Mehr Gerhard Riegler: Allen Menschen recht getan…