Herbert Weiß: Ordnen, fordern

Vor zwei Wochen habe ich mich in einem Kommentar (1) dem Lesen gewidmet und mich dabei auf den im „Spiegel“ erschienen Artikel „Lesen, ordnen, fordern“ bezogen. (2) Der Artikel beginnt mit der Aussage, „Geld und guter Wille allein reichen nicht, um Kindern an Brennpunktschulen bessere Zukunftschancen zu ermöglichen. Es braucht Struktur, klare Regeln […]“. Es … Mehr Herbert Weiß: Ordnen, fordern

Make your mark on the world

In dieser Woche durfte ich gleich an drei Maturantenverabschiedungen teilnehmen – an denen „meiner“ beiden Maturaklassen und an der meiner Tochter. Bei allen wurde viel Dank gesagt, und die Bedeutung der KlassenvorständInnen als Klassenmamis oder -papis trat deutlich zu Tage. Herzliche Gratulation und ein herzliches Dankeschön an alle Beteiligten, die MaturantInnen, die LehrerInnen und die … Mehr Make your mark on the world

Herbert Weiß: Lesen

„Lesen, ordnen, fordern“ lautete der Titel eines im „Spiegel“ erschienenen Artikels, der mich sehr angesprochen hat. (1) Schulleiter Christian Gronwald zeigt darin Wege auf, wie Kindern aus sozioökonomisch schwachen Familien geholfen werden kann – abseits zahlreicher Dogmen, die nicht nur Deutschlands Schulpolitik in den letzten Jahrzehnten geprägt haben. Es wäre zu wünschen, dass auch wir … Mehr Herbert Weiß: Lesen

Gudrun Pennitz: Worauf warten wir?

Mehr als ein Viertel (1) aller 1,14 Millionen SchülerInnen Österreichs spricht eine nicht-deutsche Umgangssprache. Was es für die Bildungschancen eines jungen Menschen bedeutet, eine nicht-deutsche Umgangssprache zu sprechen, führt folgende kompakte Zusammenstellung klar vor Augen: Deren Gefährdung, nicht einmal die Sekundarstufe I erfolgreich abzuschließen, steigt beinahe auf das Dreifache (2). die Schullaufbahn bereits nach dem … Mehr Gudrun Pennitz: Worauf warten wir?

Handlungsbedarf

Österreich gehört zu den führenden Asylländern Europas, und zwar nicht nur hinsichtlich der Asylanträge, sondern auch hinsichtlich der Zuerkennung von Asyl. Im Jahr 2020 belegte Österreich bei der Anzahl positiv beschiedener Asylanträge in Relation zur Bevölkerungsgröße unter den 27 EU-Staaten hinter Griechenland und Luxemburg den 3. Platz. (1) Ich bin stolz darauf, dass sich meine … Mehr Handlungsbedarf

Herbert Weiß: Meilensteine

Den von PolitikerInnen gerne in den Mund genommenen Begriff „Schulautonomie“ sehen wir LehrerInnen eher ambivalent. Immerhin ist er sehr oft ein Synonym für Mangelverwaltung, mit der wir aufgrund fehlender Ressourcen für unsere Schulen konfrontiert sind. Einen radikalen Wandel im Umgang mit Autonomie könnten die Änderungen im SchUG und SchOG bringen, für die die Begutachtungsfrist Ende … Mehr Herbert Weiß: Meilensteine

Gudrun Pennitz: Mut zur Wahrheit

Vor mir liegen Zahlen der Statistik Austria über den Bruttostundenverdienst nach Bildungsabschluss, die mich nachdenklich stimmen. (1) Soll ich sie als Personalvertreterin der AHS-LehrerInnen schnell unter dem Teppich verschwinden lassen? Nein, Verdrängen und Vertuschen sind nicht meine Sache. Menschen, die ihrer AHS-Matura kein erfolgreiches Studium folgen lassen, verdienen im Vergleich mit denen, die eine berufsbildende … Mehr Gudrun Pennitz: Mut zur Wahrheit

Hausgemachte Probleme

„Betreuungsprobleme an den AHS“, titelten die Salzburger Nachrichten. (1) Manchmal hasse ich es, recht zu haben. Seit 2013 habe nicht nur ich den Dienstgeber immer wieder darauf hingewiesen, dass diese Probleme als Folge des „neuen“ Lehrerdienstrechts, das ohne sozialpartnerschaftliche Einigung und gegen den Widerstand der Gewerkschaft eingeführt worden ist, auftreten werden. In der gesetzlich normierten … Mehr Hausgemachte Probleme

Herbert Weiß: Das Bohren dicker Bretter

Über das Bohren dicker Bretter führt der Weg zum gewerkschaftlichen Erfolg. Daher gehören zu den Voraussetzungen für erfolgreiche Gewerkschaftsarbeit Hartnäckigkeit, viel Energie und das richtige Maß. Rohe Gewalt würde zum Brechen des Bohrers führen. Durch Selbstinszenierung bis hin zu Rücktrittsaufforderungen über die Medien würde das Gegenüber quasi dazu aufgefordert, die Gespräche abzubrechen. Kurzfristig könnte man … Mehr Herbert Weiß: Das Bohren dicker Bretter

Gudrun Pennitz: TäterInnen und Opfer

Er hatte hellblondes, strubbeliges Haar, war 14 Jahre alt und wurde von den anderen Dorfkindern regelmäßig als „Russki“ beschimpft und gemieden. Ich war noch zu klein, um Schulkind zu sein, empfand die gnadenlose Ausgrenzung des störrischen Buben in der einklassigen Dorfschule meines Vaters aber schon als gerechtfertigt. Schließlich war sein Vater, ein verschlossener, schweigsamer älterer … Mehr Gudrun Pennitz: TäterInnen und Opfer