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Gerhard Riegler: Den Worten mögen Taten folgen!

Österreichs Bundeskanzler hat sich am Mittwoch in seiner „Rede zur Zukunft Österreichs“ entschuldigt. Ein mutiger und mich auch beeindruckender Schritt.

Österreichs Regierung hat allen Grund, sich ganz besonders für Österreichs Schulpolitik des letzten Jahrzehnts, die unter dem Titel „Reformpolitik“ enormen Schaden angerichtet hat, zu entschuldigen. Die Auseinandersetzung mit den unzähligen Befunden, die PISA vor einem Monat auf den Tisch gelegt hat, hat mich auf dieses Eingeständnis des Versagens hoffen lassen.

Ein Anfang ist gemacht, dem unverzüglich konkrete Maßnahmen folgen müssen. Eine Schulpolitik, die Fakten verdrängt, um ihren verhängnisvollen Weg fortsetzen zu können, muss sofort gestoppt werden. Daten geheim zu halten, die Kontextfragen zu den Bildungsstandards geliefert haben, ist ein untauglicher Versuch, das eigene Versagen zu vertuschen.

Hand holding megaphone - Facts vector illustration isolated on backgroundZurück zu PISA: Warum wurden in Österreich die Eltern- und Lehrerfragebögen nicht zum Einsatz gebracht? Hat man Angst zu erfahren, was die von Schule unmittelbar Betroffenen zu sagen haben? Deutschland ist einen anderen – einen mutigeren – Weg gegangen. In Deutschland wurden Lehrkräfte im Rahmen einer nationalen Zusatzerhebung auch schon befragt, als es von der OECD noch gar keine Lehrerfragebögen gab. Und zwar vom ersten PISA-Durchgang an.

Von Deutschland könnte Österreichs Schulpolitik sehr viel lernen. Auch aus einem Vergleich der höchst unterschiedlichen Ergebnisse der deutschen Bundesländer, die sich stark in der jeweiligen Schulpolitik unterscheiden, bei innerdeutschen Vergleichsstudien.

Ohne PISA-Ergebnisse überbewerten zu wollen: Deutschland, einst hinter Österreich liegend, ist ins europäische Spitzenfeld aufgestiegen. Gäbe es noch die bundeslandspezifische PISA-Auswertung, wäre Bayern inzwischen höchstwahrscheinlich Europas PISA-Sieger. Österreich hingegen ist ins Mittelfeld und in vielen Kategorien unter dieses abgerutscht.

Wer Österreichs vom BIFIE verfassten PISA-Bericht (1) mit dem Deutschlands (2) vergleicht und aus dem deutschen Bericht Daten über Österreich erfährt, die der BIFIE-Bericht verschweigt, dem wird es wohl so gehen, wie mir: Ich bin mit meiner Geduld am Ende.

Ein Beispiel gefällig?

Auffallend hohe Quoten von Schulleitungen, die das Lernen und Schulklima an ihrer Schule durch Absentismus gefährdet sehen, finden sich in Finnland (44 Prozent), Österreich (49 Prozent), Slowenien (53 Prozent) und Kanada (56 Prozent).“ (3)

Dem BIFIE war dieses erschreckende Faktum keine Erwähnung wert.

Noch eines?

Von den 15-Jährigen, von denen nur ein Elternteil zugewandert ist, sprechen in Großbritannien 6,3 % zu Hause nicht die Unterrichtssprache, in Frankreich 10,0 %, in Deutschland aber 16,4 % und in Österreich sogar 23,4 %. (4)

Dem BIFIE ist auch das keine Erwähnung wert. Wie lang will man noch die größte Herausforderung für Österreichs Schulwesen unter den Teppich kehren?

Es schmerzt: Deutschlands PISA-Bericht vergleicht die Ergebnisse der 15-Jährigen nicht einmal mehr mit denen Österreichs, sondern wählt als Vergleichsstaaten Finnland, Kanada, die Niederlande, Großbritannien und die Schweiz. Österreich wird als einer der „leistungsschwächeren Staaten“ erwähnt. (5)

Eine radikale schulpolitische Umkehr hat der Entschuldigung des Bundeskanzlers zu folgen, alte Konzepte sind zu verwerfen, Regierungsvereinbarungen neu zu bewerten, wenn die Talfahrt auf Kosten der österreichischen Jugend ein Ende finden soll. Den Worten mögen Taten folgen! Und zwar nicht irgendwann, sondern hic et nunc.

(1) Birgit Suchán u. a., PISA 2015. Grundkompetenzen am Ende der Pflichtschulzeit im internationalen Vergleich (2016).

(2) Kristina Reiss u. a., PISA 2015. Eine Studie zwischen Kontinuität und Innovation (2016).

(3) Ebenda, S. 210.

(4) Siehe ebenda, S. 328.

(5) Ebenda, S. 211.

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Gerhard Riegler: Erfolgsrezept „Laptop und Lederhose“

Im Juni erschien in der „Kleinen Zeitung“ ein Artikel mit dem Titel „Osttirol zwischen Laptop und Lederhose“. (1) Zu lesen war über Osttiroler Pläne, sich den Freistaat Bayern zum Vorbild zu nehmen, um die Abwanderung zu bremsen und das Land fit für die Zukunft zu machen.

Bavarian man wearing traditional Leather Trousers with hands in pockets

Längst ist Bayern nicht nur im Fußball Deutschlands Leuchtturm. Die bayerische Wirtschaft boomt, die Technologieoffensive ist beispielgebend, das Bildungssystem liegt im innerdeutschen Vergleich an der Spitze, und die Jugendarbeitslosigkeit nähert sich mit inzwischen nur mehr 2,6 Prozent asymptotisch der Nulllinie. Und das, obwohl Bayerns Großstädte einen höheren Anteil an MigrantInnen haben als z. B. Berlin.

Mit einer Ehrlichkeit und einer Sachkenntnis, die ich bei österreichischen PolitikerInnen seit Jahren vermisse, machte Heinz Buschkowsky, der langjährige sozialdemokratische Bürgermeister von Berlin-Neukölln, kein Hehl aus seiner Bewunderung für Bayerns Schulwesen: „Bayerische Schulen sind beim Bildungserwerb für Einwandererkinder übrigens erfolgreicher als unsere.“ (2)

Vor wenigen Tagen berichtete der „Bayernkurier“, dass Bayern beim aktuellen OECD-Bericht „Education at a Glance“ neuerlich hervorragend abgeschnitten hat: „Besonders im Freistaat haben junge Menschen überdurchschnittlich gute Bildungschancen, unabhängig von ihrer sozialen Herkunft.“ (3) Von einer Abschaffung der bayerischen Gymnasien ist nichts zu lesen, dafür aber von einem klaren Bekenntnis zur gezielten Förderung von Talenten schon in frühen Lebensjahren. Bayerns Wissenschaftsminister Ludwig Spaenle beweist Sachkenntnis: „Die Nachteile aufgrund der sozialen Stellung und eines niedrigen Bildungstandes der Eltern lassen sich besonders während der Grundschulzeit ausgleichen.“ (4)

Doch nicht nur das CSU-regierte Bayern setzt auf die Förderung von Begabungen. Der rot-grüne Hamburger Senat will jetzt die Förderung hochbegabter Kinder in allen Grundschulen und weiterführenden Schulen fest verankern. Für manchen westösterreichischen VP-Landeskaiser und erst recht für die linksgrüne Bildungsschickeria müssen die Aussagen des sozialdemokratischen Hamburger Bildungssenators Ties Rabe geradezu reaktionär klingen. Für hochbegabte SchülerInnen dürfe es „keine Langeweile im Unterricht geben, erst Recht keine Arbeits- und Lernverbote“. Und der SPD-Politiker legt noch eins drauf: „Bei ihnen führe das Lernen im Gleichschritt zu Frust oder sogar psychischen Beeinträchtigungen.“ (5)

Vor fünf Jahren wollte eine von der CDU geführte Regierung die Gesamtschule Grundschule um zwei Jahre verlängern und so das Hamburger Gymnasium um zwei Jahre verkürzen, bekam dafür bei einem Volksentscheid eine Abfuhr, der Bürgermeister verlor sein Amt und seine Partei bei den folgenden Wahlen die Hälfte des Vertrauens, das sie vor ihrer Verirrung genossen hatte.

Vielleicht beginnen angesichts all dessen auch unsere „Politgrößen“, die ihr schulpolitisches Vorbild südlich des Brenners suchen und Osttirol in die Gesamtschullederhose stecken wollen, nachdenklich zu werden. „Macht endlich kehrt“, möchte ich ihnen zurufen, „ihr habt den falschen Personen vertraut!“ Und wenn sie mir borniertem Gewerkschafter nicht glauben, mögen sie auf Mathias Brodkorb, den sozialdemokratischen Bildungsminister Mecklenburg-Vorpommerns, hören. Er hat nämlich schon vor über drei Jahren Bayerns schulpolitisches Erfolgsrezept durchschaut: „Und einer der Erfolgsfaktoren scheint neben gesicherten sozialen Verhältnissen durchaus zu sein, dass Bayern regelmäßig hauptberufliche Lautsprecher ignoriert und einfach nicht jeden pädagogischen Modekram mitmacht.“ (6)

(1) Adolf Winkler, Osttirol zwischen Laptop und Lederhose. In: Kleine Zeitung online vom 16. Juni 2015.

(2) Zit. n.Rudi Wais, „Was wollt ihr Deutschen hier?“ In: Augsburger Allgemeine vom 4. März 2015.

(3) Anne Meßmer, Beste Chancen für junge Menschen in Bayern. In: Bayernkurier online vom 25. November 2015.

(4) a.a.O.

(5) Jana Werner, So will Hamburg seine Hochbegabten besser fördern. In: Die Welt online vom 1. Dezember 2015.

(6) Mathias Brodkorb, Unser Problem in der Bildung? Ewige Besserwisser! In: Cicero online vom 25. September 2012.

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Taschenspielertricks

Am Donnerstag war es also soweit. Das Androsch-Volksbegehren, das es mit einer noch nie dagewesenen kostenlosen Unterstützung durch den ORF und anderer Medien auf rund sechs Prozent Zustimmung brachte (1), wurde erstmals in einem parlamentarischen Ausschuss beraten. Neues oder Überraschendes gab es nicht zu hören – mit einer Ausnahme: Androsch empfahl der ÖVP, sich Südtirol zum Vorbild zu nehmen, wo es unter der Südtiroler Volkspartei seit 1950 die Gesamtschule gebe. (2)

Beachtenswert findet man das freilich nur, wenn man die Daten kennt: Bei PISA 2009 blieben Südtirols SchülerInnen im Vergleich zu denen Bayerns oder Baden-Württembergs um rund ein halbes Lernjahr zurück – und zwar in allen getesteten Kompetenzbereichen, also Lesen, Mathematik und Naturwissenschaften. Das ist umso erstaunlicher, als der Migrantenanteil in Baden-Württembergs Schulen bei über 25 % liegt und damit fast viermal so groß ist wie der Südtirols, das zu den deutschsprachigen Regionen mit dem niedrigsten Migrantenanteil gehört. Erschwerend kommt hinzu, dass die größte Migrantengruppe Baden-Württembergs aus der Türkei stammt. Und SchülerInnen mit türkischem Migrationshintergrund weisen in allen Staaten den größten Leistungsrückstand auf. (3)

Ein „kleines“ Detail am Rande: Bayern und Baden-Württemberg haben wie Österreich ein differenziertes Schulwesen. Wenn wir unseren Blick über die Grenze richten, sollte er von Innsbruck nach Norden schweifen und nicht nach Süden.

Fazit: Wer die Südtirol-Karte zieht, ist entweder ahnungslos, oder er rechnet mit der Ahnungslosigkeit seines Gegenübers. Mehr als ein mieser Taschenspielertrick ist es jedenfalls nicht. Aber hat jemand vom Steuerakrobaten Hannes Androsch tatsächlich etwas anderes erwartet?

(1) Exakt 6,07 %. Zum Vergleich die Ergebnisse einiger anderer Volksbegehren: 1996 Tierschutz-Volksbegehren von FPÖ und Grünen 7,96 %, 2002 Volksbegehren „Sozialstaat Österreich“ 12,20 %, 2002 Volksbegehren gegen Abfangjäger 10,65 %.

(2) Siehe Bildungsvolksbegehren erreicht Parlament. In: Ö1-Morgenjournal vom 1. März 2012.

(3) Ich verweise auf die Artikelserie von Gerhard Riegler, Migration. Eine enorme Aufgabe für Österreichs Schulwesen (Wien 2011), erschienen in der AHS-Gewerkschaftszeitung.

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Gerhard Riegler: Blick über den Tellerrand

Für das internationale Bodenseetreffen, das am letzten Wochenende in Überlingen (Baden-Württemberg) stattfand, wurde Migration als eines der beiden Themen gewählt. Für Baden-Württembergs Schule ist es nämlich angesichts einer enorm hohen Quote an MigrantInnen, wie es sie in nur wenigen anderen Regionen der EU gibt, von besonderer Bedeutung. Es beeindruckt mich beim Studium innerdeutscher Leistungsvergleiche seit langem, dass es Baden-Württemberg trotz dieser besonderen Aufgabe stets gelingt, unter den drei bestplatzierten deutschen Bundesländern zu landen. Umso mehr hat es mich gefreut, dass ich aufgrund meiner Publikationen (1) eingeladen wurde, zu diesem für die Zukunft Zentraleuropas wirtschafts- wie sozialpolitisch immens wichtigen Thema zu referieren.

KomödienmaskeAufschlussreich war für mich auch das Referat, das Univ.-Prof. Dr. Eva-Maria Lankes zu Bayerns Version der (in Österreich kurz vor der Implementierung stehenden) Bildungsstandardüberprüfungen hielt. Frau Prof. Lankes trägt in Bayern die Verantwortung für das Gelingen dieses neuen Instruments der Qualitätssicherung. Mit größter Sorgfalt wurde ein Rückmeldesystem der Ergebnisse entwickelt, das die Vergleichsarbeiten zu einem Unterstützungsinstrument für erfolgreichen Unterricht werden lassen soll: LehrerInnen sollen aus den Ergebnissen zusätzliche Informationen darüber gewinnen, wo es noch Nachholbedarf gibt und wo einzelne SchülerInnen individuelle Stärken und Schwächen aufweisen.

Um zu keinen negativen Begleiterscheinungen wie etwa Schulrankings zu führen, ist das Rückmeldesystem höchst differenziert gestaltet. Gefährliche Nebenwirkungen von „Bildungsstandards“ sind nämlich aus anderen Staaten hinlänglich bekannt. In England z. B. schießen Haus- und Grundstückspreise in der Nähe von „high-ranking schools“ in astronomische Höhen, was wiederum – und hier schließt sich der Teufelskreis – innerhalb kürzester Zeit zu einer extremen sozialen Segregation der Wohnviertel und damit auch der Schulen führt.

Ich musste in Überlingen leider gestehen, dass in Österreich viele wichtige Details des Rückmeldesystems zu den Bildungsstandards ein halbes Jahr vor ihrer Implementierung noch nicht geklärt sind, eines aber feststeht: Österreichs LehrerInnen erfahren die von ihren SchülerInnen erbrachten Leistungen nicht. Kopfschütteln und homerisches Gelächter löste dies im Saal aus. Der Blick unserer BildungspolitikerInnen sollte sich, wenn es ihnen wirklich um Qualitätsentwicklung geht, vom hohen Norden Europas lösen und auf unsere Nachbarn richten:

  • Die Schule Bayerns und Baden-Württembergs hat ähnliche Aufgaben zu bewältigen wie die Österreichs und löst sie hervorragend.
  • Bayern liegt bei internationalen Leistungsvergleichen wie PISA vor Finnland.

An Österreichs LehrerInnen liegt es wohl nicht, dass bei uns so manches weniger gut gelingt.

(1) Gerhard Riegler, Migration, eine enorme Aufgabe für Österreichs Schulwesen. Die ersten vier Teile dieser fünfteilige Serie sind bereits in der AHS-Gewerkschaftszeitung erschienen (Nr. 1-4/2011).

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Gerhard Riegler: „Pädagogische Manövriermasse“

„Die Universitätsausbildung wird sich stärker nach der jeweiligen Schulart richten, für die sich ein Student entschieden hat. Das Uni-Studium wird in Grund- und Hauptstudium gegliedert. Und am Ende steht wieder das gute alte Staatsexamen. Die neuen Studienabschlüsse Masters und Bachelor haben sich für Lehrer offensichtlich als völlig ungeeignet erwiesen.“ (1) So konnte man vor wenigen Tagen über Sachsens Weg zu einer neuen Ausbildung seiner LehrerInnen lesen.

Sachsens Bildungswesen ist seit einigen Jahren der neue Shootingstar: Beim jährlichen deutschen Bildungsmonitor belegt Sachsen seit 2006 konstant den ersten Platz. Bei der innerdeutschen PISA-Auswertung hat Sachsen zuletzt in allen drei Kategorien den ersten Platz erreicht – unmittelbar vor Bayern, dem altbekannten PISA-Spitzenland Deutschlands. Sachsens Bildungspolitik optimiert seine LehrerInnenausbildung, um diesen Spitzenplatz zu halten, und lässt sich nicht einmal durch Bologna von ihrem Weg abbringen: Basis für eine erfolgreiche Ausbildung künftiger LehrerInnen ist ein universitäres Studium, das auf die jeweilige Schulart abzielt und sich nicht auf den Bachelor beschränkt.

Sachsen wählt den Weg, den wir seit Jahren fordern. Warum wehren sich aber BM Schmied und BM Karl gegen diese spezialisierte LehrerInnenausbildung auf höchstem Niveau? Die Sächsische Zeitung liefert wohl des „Rätsels“ Lösung: „Das bedeutet allerdings, dass auch in Zukunft die Lehrer nicht schulartenübergreifend und damit flexibler eingesetzt werden können.“ (2) Eine gemeinsame Bachelorausbildung für alle LehrerInnen wäre die Basis für eine beliebig verschieb- und einsetzbare „pädagogische Manövriermasse“. Ein Schnellsiedekurs in Englisch für überzählige Kindergartenpädagoginnen, und schon wäre der Mangel an AnglistInnen behoben.

Wohl niemand würde behaupten, unsere wackeren Schulreformerinnen ließen sich von einem „flexibel“ umgeschulten Urologen eine Wurzelbehandlung durchführen. Wer aber hält Bildung für weniger wichtig als eine Zahnbehandlung? „Sollte es doch kein Zufall sein, dass in der offiziellen Bezeichnung des aus dem ehemaligen ‚Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur‘ zusammengestutzten ‚BMUKK‘ das Wort ‚Bildung‘ verschwunden ist?“ (3)

P.S.: Die Differenzierung erfolgt in Sachsen ebenso wie in Bayern selbstverständlich ab 10.

(1) Karin Schlottmann, Sachsen kehrt zum Staatsexamen für Lehrer zurück. In: Sächsische Zeitung Online am 20. Oktober 2010.

(2) a.a.O.

(3) HR Dr. Günter Schmid, Wiener Zeitung vom 9. November 2007

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