Gudrun Pennitz: Egal ist es nicht!

Ab sofort ist dies mein Maßstab für einen Bildungsminister:

Österreich wäre nicht das fünftreichste Land der EU und weltweit die Nummer zehn oder elf, wenn es nicht tüchtige, gut ausgebildete Menschen hätte – und die kommen aus unserem Schulsystem.“ (1)

Ich bin in erster Linie den Lehrerinnen und Lehrern dankbar. Denn sie sind vor Ort. Dort passiert die wirkliche Arbeit.“ (2)

Wir dürfen die Institution Schule nicht überfordern und ihr nicht die Verantwortung für alles und jeden zuschieben.“ (3)

In der Schule trafen wir ausschließlich auf engagierte Lehrpersonen. Ich finde kein schlechtes Wort über die Schullaufbahn meiner Kinder.“ (4)

Schulen geben Struktur und sind deswegen für die Bewältigung der Krise so wichtig.“ (5)

Ich bin stolz auf unser funktionierendes Schulsystem, ich zolle meinen Respekt allen Lehrern und Lehrerinnen, allen Schulleitungen, den Eltern und Schülern und danke auch für die große Kooperationsbereitschaft.“ (6)

Ich stehe hinter Ihnen!“ (7)

Wir müssen wieder zu einer etwas leistungsbewussteren Schule zurück. Die Matura ist eine wichtige Prüfung. Sie bestätigt eine allgemeine Hochschulreife, die damit letztlich den europäischen Hochschulraum für unsere jungen Menschen eröffnet. Mit weiteren Erleichterungen beschneidet man letztendlich Chancen.“ (8)

Darf ich vielleicht noch die Gelegenheit nutzen mich zu bedanken bei […] der Lehrergewerkschaft, die zu Unrecht das Image der Verhinderer haben. Ich habe sie immer als ausgesprochen konstruktiv und lösungsorientiert empfunden.“ (9)

Ich bin kein Berufspolitiker und werde auch keiner mehr – auch wegen meines Alters.“ (10)

Ich bin weder bündisch gebunden, noch einem Bundesland zuzuordnen.“ (11)

Aus welchem Bund ein Minister stammt, ist mir egal, aus welchem Bundesland, erst recht. Was zählt: BM Faßmann hat Maßstäbe gesetzt, die auch für die Zukunft gelten müssen!

(1) BM a. D. Univ.-Prof. Dr. Heinz Faßmann, Neues Volksblatt online am 9. März 2018.

(2) Derselbe, Vorarlberger Nachrichten online am 27. Februar 2019.

(3) Derselbe, Wiener Zeitung online am 27. April 2019.

(4) Derselbe, Kurier online am 31. August 2018.

(5) Derselbe, Standard online am 1. November 2020.

(6) Derselbe, Pressekonferenz vom 30. Mai 2020.

(7) Derselbe, Hauptversammlung der VCL Wien, 12. März 2019.

(8) Derselbe, Kleine Zeitung, Zu leistungsbewusster Schule zurück, 21. Oktober 2021.

(9) Derselbe, Pressekonferenz vom 3. Dezember 2021.

(10) Derselbe, Kleine Zeitung online am 16. Dezember 2018.

(11) Derselbe, Pressekonferenz vom 3. Dezember 2021.

Bild lizenziert von BIGSTOCKPHOTO.


3 Gedanken zu “Gudrun Pennitz: Egal ist es nicht!

  1. Ja, Fassmann ist ein besonnener, höflicher, gebildeter Mensch. Ein wenig schade, dass er abgetreten ist. Das monatelange Bashing der Opposition für seinen Corona-Kurs hat ihm vermutlich zugesetzt. Die Einflussnahme der Landeshauptleute, die Bünde haben ja bei dieser Regierungsumbildung keine so große Rolle gespielt, kommt bei den Nachbesetzungen ganz gut zum Vorschein. Und Fassmann stand sicher nicht im engeren Kreis um Johanna Mikl-Leitner.

  2. Man darf rückblickend auch nicht vergessen, dass vieles nicht funktionierte.
    Auch wenn sehr sympathische Aussagen hier gebracht werden, darf man nicht vergessen, dass unter dem Deckmäntelchen von Corona ohne Diskussionen an der Basis Matura und Leistungsbeurteilungsverordnung geändert wurden und eine Sommerschule eingeführt wurde (als Coronamaßnahme, jetzt fix). Ich wette darauf, dass bei einer Urabstimmung unter Lehrer*innen das alles keine Mehrheit finden würde.
    Direktor*innen wurden überlastet und Lehrer*innen auch teilweise an die Grenzen ihrer Leistungsfähigkeit gebracht. Man hat sehenden Auges ein Burn-Out dieser Gruppen in Kauf genommen und immer neue Dinge auf die Schule abgeladen.
    Unterstützungspersonal, Sozialarbeiter*innen, Schulpsycholog*innen gibt es weiterhin nicht oder kaum.

    Mein Maßstab an eine Partei ist, dass sie Minister nicht aus parteiinternen Gründen einfach auswechselt. Mein Maßstab an einen Minister ist auch ein anderer, wie man aus meinem Beitrag erkennen kann.

  3. Man kann an der Schulpolitik von BM Faßmann manches mit Recht kritisieren, z. B. die unverständlich langen Zeiten für die Bestellung von Leitungsfunktionen in Schulen oder das noch immer fehlende Unterstützungspersonal, unbestritten ist sein großes Bemühen, die Personen, die im Bildungsbereich tätig sind, in ihrer Arbeit zu würdigen und die Schule halbwegs gut durch die Pandemie-Zeit zu führen. Dass ein Bildungsminister von führenden Standesvertreterinnen und -vertretern so gewürdigt wird, wie Koll. Pennitz das in ihrem klug komponierten Beitrag getan hat, habe ich in meinen vielen Jahren im Schuldienst noch nie erlebt.

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