Gudrun Pennitz: Ein Versprechen

Alkohol als Problemfeld österreichischer Jugendlicher haben wir mit etwas Bauchweh als Thema des aktuellen daten.dienst.tag der ÖPU gewählt. Wir stellten uns die Frage, ob wir auf Unverständnis stoßen würden, wenn wir auf dieses Problem in einem bildungspolitischen Medium wie dem daten.dienst.tag hinweisen.

Umso mehr freuten mich die Reaktionen, die es als höchst wertvoll bezeichneten, dass die ÖPU sich nicht nur auf unmittelbar schulische Belange bezieht, sondern sich nicht scheut, das Spektrum ihrer Beobachtungen auch in Zeiten, die vordergründig nur ein Thema zulassen wollen, breit zu halten.

Es entspricht meiner tiefen Überzeugung, dass Schule nur einen Teil dessen darstellt, was auf junge Menschen einwirkt und ihren Bildungserfolg bestimmt. Der Bildungserfolg lässt sich nicht durch PISA-Punkte messen, obwohl wir aus internationalen Vergleichsstudien sehr viel erfahren können bzw. könnten, wenn ich an die bisherige Auseinandersetzung von Politik und Medien mit ihnen denke – ein Umstand, der mich zu meiner Artikelserie „Spannendes PISA“ im gymnasium, dem Printmedium der AHS-Gewerkschaft, bewegte.

Bildung ist weit mehr, als PISA misst und messen kann. Wir PädagogInnen wollen, wie dieser Terminus es sagt, junge Menschen begleiten und sie in eine gute Zukunft führen. Dieser Verantwortung stellen wir uns aus Überzeugung und mit professioneller Hingabe. Gelingen kann unser Bemühen aber nur, wenn es in ein gesellschaftliches Miteinander eingebettet ist und wir in der Schule nicht gegen Strömungen anrudern müssen, denen unsere SchülerInnen außerhalb der Schule ausgesetzt sind. Und gesellschaftliche Gegebenheiten, die den Bildungserfolg junger Menschen behindern, gibt es in unserem Land leider etliche. Nicht nur jetzt. Wir werden sie auch in Zukunft ansprechen. Versprochen!

Bild lizenziert von BIGSTOCKPHOTO.


Ein Gedanke zu “Gudrun Pennitz: Ein Versprechen

  1. @: „Gelingen kann unser Bemühen aber nur, wenn es in ein gesellschaftliches Miteinander eingebettet ist und wir in der Schule nicht gegen Strömungen anrudern müssen, denen unsere SchülerInnen außerhalb der Schule ausgesetzt sind. Und gesellschaftliche Gegebenheiten, die den Bildungserfolg junger Menschen behindern, gibt es in unserem Land leider etliche. Nicht nur jetzt. Wir werden sie auch in Zukunft ansprechen. Versprochen!“

    Also: Wenn wir Lehrer gegen (gemeint offenbar destruktive) Strömungen anrudern müssen, dann wird unsere Arbeit NICHT gelingen. Aber anrudern dagegen („ansprechen“) werden wir schon. Versprochen!

    Und was heißt das dann hinsichtlich unserer Erfolgsaussichten? Was hat diese Aussage überhaupt für einen SInn?

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