Gudrun Pennitz: Brief an Helmut Jantschitsch

Lieber Helmut!

Stilvoll, mit deiner dir eigenen Bescheidenheit und leise hast du dich im Lauf der letzten Monate langsam von der standespolitischen Bühne zurückgezogen, die du durch deine vielfältigen, langjährigen Rollen so sehr geprägt hast. Lass mich deinen Plan des unauffälligen Abgangs ein wenig durchkreuzen!

Würdest du nicht in wenigen Monaten einen Geburtstag feiern, der ein Verbleiben im aktiven Dienst schlicht verhindert, würde ich mir einiges einfallen lassen, um dich in unserem Kreis zu halten. So viele Jahre zeichnest du verantwortlich für alle ÖPU-Medien, triffst mit deiner Feder punktgenau den Nerv und hast deine Rolle als perfekter Generalsekretär der ÖPU und Schriftführer des ZA AHS so vorbildlich erfüllt, dass ein Abschied ohne Wehmut für niemanden, der dich kennt, möglich ist. Es heißt ja, jeder sei ersetzbar. Nun, auf dich und deinen jahrzehntelangen Gefährten im Dienste der Kollegenschaft, Gerhard Riegler, trifft das mit Sicherheit nicht zu.

Dein Medien-Radarsystem, mit dem du so blitzschnell Neuigkeiten in Nah und Fern entdeckst, dass unsere Abonnentengemeinde schneller und besser informiert ist als alle anderen, deine Begeisterung für innovative Technologien, dein Suchen nach neuen Wegen der Kommunikation – mit all dem hast du das Auftreten der ÖPU stets erneuert und damit auf dem letzten Stand gehalten. Vielen Dank auch dafür!

Deine Neugier, dein trockener Humor, deine Gelassenheit, deine unendliche Hilfsbereitschaft und vor allem deine Menschlichkeit sind es, die mir schon früh die Gewissheit verschafften, in der ÖPU nicht nur die ideale Gesinnungsgemeinschaft, sondern eine zweite Heimat gefunden zu haben. „Du hast einen Freund“, hast du einst zu mir gesagt, als ich mich mit einem Problem an dich wandte. Du auch, lieber Helmut! Bei weitem nicht nur einen!

Bleib gesund, bleib uns treu! Servus!

Deine Gudrun im Namen der ÖPU


Ein Gedanke zu “Gudrun Pennitz: Brief an Helmut Jantschitsch

  1. Herrn Mag. Jantschitsch kenne ich nicht persönlich, bin daher auch nicht befugt, eine Würdigung zu seiner Pensionierung zu schreiben.

    Ein Punkt allerdings fällt mir auf, und jede/r MitleserIn kann ihn nachprüfen auf dieser Website:
    https://www.kundmanngasse.at/index.php/schulteam-schulgemeinschaft-101.html

    Nachdem Mag. Jantschitsch (seinerzeit) jahrelang oberster AHS-Gewerkschafter für ganz Österreich (und danach hochrangiger Mitarbeiter) war, geht er in Pension als Englisch- und Geografieprofessor. Direktor(in) an seiner Schule ist jemand anderer.
    Normalerweise ist es unmöglich, sich selber einen Orden zu verleihen, aber Kollege Jantschitsch hat dieses Kunststück fertig gebracht: Ohne Hofratstitel und Direktoren-Pension in den Ruhestand zu treten, ist für einen Spitzen-Gewerkschafter der ultimative Ausweis dafür, dass es ihm immer um die Sache und nicht um die Karriere gegangen ist. Davor ziehe ich meinen Hut. Ad multos annos!

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