Gerhard Riegler: Das Gymnasium hat Zukunft!

Die „Schicksalswahlen“ für das Gymnasium endeten vorgestern mit einem erfreulichen Ergebnis.

K1024_OEPU-buttonIch danke allen Kolleginnen und Kollegen, die der ÖPU / FCG in so schwierigen und kritischen Zeiten bei den Personalvertretungswahlen ihr Vertrauen geschenkt haben. Mit einem Stimmenanteil von fast 60 Prozent werden wir uns weiterhin mit aller Kraft für das Gymnasium, das wir in seiner Lang- und Kurzform für einen unverzichtbaren Wert halten, und seine Lehrerinnen und Lehrer einsetzen.

Wie wichtig dieses für Politik und Medien unübersehbare Votum ist, zeigen die laut Medienberichten geradezu skurrilen Ergebnisse der gestern präsentierten „Studie“ zur „Gemeinsamen Schule“ in Vorarlberg: Für eine „Schule für alle“ waren 56 Prozent der Eltern mit Volksschulkindern, für den Erhalt des aktuellen Systems gab es Zustimmung vom 51 Prozent der Eltern mit Volksschulkindern. (1) Offenbar handelt es sich bei der Auswertung um „kompetenzorientiertes“ Prozentrechnen.

Für LH Wallner, den Grünen Bildungssprecher Walser (2) und den IV-Präsidenten Kapsch bedeutet diese „Studie“ wohl trotzdem Wasser auf ihre Gesamtschulmühlen.

Meine bayrischen KollegInnen, mit denen ich seit Jahren in intensivem Kontakt stehe, schütteln ob dieser Gesamtschul-Initiativen nur ungläubig den Kopf. Der Wirtschaftsstandort Bayern, der keinen internationalen Vergleich zu scheuen braucht, basiert auf einem höchst vielfältigen Schulsystem.

Auch die Vorarlberger Bevölkerung lehnt laut jüngsten Umfragen die Gesamtschule mit weit über 70 Prozent ab. Doch Vorarlbergs und Tirols Landeshauptleute wenden bei ihrem Blick über die Grenze Bayern den Rücken zu und fabulieren vom Vorbild Südtirol. „Studien“ wie die zur „Gemeinsamen Schule“ in Vorarlberg sollen dafür dann auch noch den Auftrag der Bevölkerung simulieren.

Gemeinsam werden wir der Abschaffung des Gymnasiums entschlossenen Widerstand entgegensetzen. Das Wahlergebnis ist ein eindrucksvoller Auftrag dafür!

(1) Siehe Julia Neuhauser, Gesamtschule: Mehrheit sieht Vorteile. In: Presse online vom 27. November 2014.

(2) Siehe Gesamtschule: „Frau Minister, worauf warten Sie noch?“ In: Presse online vom 28. November 2014.

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Eingeordnet unter Gerhard Rieglers Wochenkommentar

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