Gerhard Riegler: Es ist Fasching

Am Faschingswochenende sollte man lachen – wann denn sonst? Auf jeden Faschingsdienstag folgt ohnehin ein Aschermittwoch, wie wir LehrerInnen es von unserer Ministerin vor zwei Jahren frontal vermittelt bekamen.

Wenn man sich den Humor nicht rauben lässt, gibt es ja genug Stoff zum Lachen:

  • eine Unterrichtsministerin, die sich um 300.000 € (Unterrichtsbudget!) fit machen lässt, um bei den seit Jahren medial propagierten Verhandlungen nicht unterzugehen
  • die bizarren PISA-Proklamationen eines Bildungssprechers, der Fakten in artistischer Bravour auf dem Kopf stehen lässt
  • „ExpertInnen“ der Sonderklasse, die Gesamtschule und Ganztagsschule in einen Topf werfen, ohne es selbst zu merken

All diese Nummern will ich mir heute als Kabarett geben, ohne Eintritt zu zahlen. Morgen werden wir ohnehin den Fakten wieder auf die Beine helfen, damit der Spaß von heute nicht zum Ernst von morgen mutiert und allen, die ihren Kindern ein „reformiertes“ öffentliches Schulwesen nicht mehr zumuten wollen, das Geld aus der Tasche zieht.

„Talent kann man auch übersehen.“ So der weltweit renommierte österreichische Genetiker Univ.-Prof. Mag. Dr. Markus Hengstschläger im Kurier vom 26. Februar 2011. Politische Talente scheinen in Österreich schon länger allzu oft übersehen zu werden. Denn sonst könnten sich „ExpertInnen“ nur am Faschingssamstag auf der Bühne tummeln.


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