Die Unbildungsreform

Gestrigen Pressemeldungen entnehme ich, dass das Handelsgericht Wien in erster Instanz nichts gegen die Verwendung des Wortes „Töchter“ in der österreichischen Bundeshymne einzuwenden hat. Damit kann der Werbespot der „Bildungsreform“-Kampagne von BM Schmied ab sofort wieder eingesetzt werden, in dem Christina Stürmer ihre Version der Bundeshymne trällert.

Der Streit um den Text wäre mir keinen Blog-Eintrag wert. Viel interessanter finde ich, dass sich bisher noch niemand mit dem Inhalt des Videos auseinandergesetzt hat. Zumindest habe ich nichts dergleichen gehört oder gelesen. Bereits das dritte Bild des Video-Clips (1) (nach Angelika Kauffmann und Wolfgang Amadeus Mozart) zeigt Ignaz Semmelweis. Dazu möchte ich nur auf meinen Blog-Eintrag „Inkompetenzkompensationskompetenz“ verweisen (https://quinecke.wordpress.com/2010/01/19/inkompetenzkompensationskompetenz/).

BM Schmied verfolgt eine bisher durchaus erfolgreiche österreichische Strategie, die es auch recht gut schafft, Beethoven als Österreicher und Hitler als Deutschen zu verkaufen. Ob das freilich viel mit Bildung zu tun hat? Der Qualität der „Bildungsreform“ von BM Schmied entspricht es aber allemal.

(1) Den Spot mit der Stürmer-Version der Bundeshymne findet man unter http://dkapp.blogspot.com/


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