Gerhard Riegler: Gesamtsport

Kurz vor der Eröffnungszeremonie der olympischen Winterspiele in Vancouver sickerten die streng geheimen Trainingsmethoden durch, die Österreichs AthletInnen zu spektakulären Erfolgen führen sollen.

Aus Platzmangel kann ich hier leider nur wenige Highlights mitteilen:

  • Unter Anleitung des Biathlon-Schießtrainers übten unsere Eiskunstläuferinnen zusammen mit den Skeletonfahrern.
  • Benni Raich verfeinerte seine Kurventechnik gemeinsam mit den Eisstockschützen unter Anleitung des Bobtrainers.
  • Marlies Schild trainierte Hand in Hand mit den Biathleten in der Rodelbahn.
  • Die Bobfahrer und Eisschnellläuferinnen optimierten ihr Können, indem sie unter Leitung des Schisprungtrainers auf einer Freestyle-Piste trainierten.

Sollten Sie, geschätzte LeserInnen, bezweifeln, dass dieser Trainingsplan zu anspruchsvollen Leistungen, ja zu Gold, Silber und Bronze führen kann, denken Sie offensichtlich noch in alten Bahnen. Denn die Evaluation liegt dieses Mal in den Händen eines „Bundesinstituts für Olympiaforschung und Interpretation von Ergebnissen“, dessen finanzielle Ausstattung dem Sportministerium schon etliche Millionen wert war.

Was als Evaluationskriterium herangezogen wird, soll vom Sportministerium rechtzeitig nach den Wettkämpfen festgelegt werden. Ein „exzellentes Ergebnis“ sei somit garantiert! Offiziell präsentiert wird dieser grenzgeniale Gesamtsportplan übrigens am kommenden Dienstag. Unsere AthletInnen haben leicht lachen!


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